Über das Land

Kirgistan (auch Kirgisistan) ist eine der naturbelassensten Regionen der Erde, die kaum bekannt und mit seiner atemberaubenden Natur von Vielen noch unentdeckt ist. Das in einer mittleren Höhe von 2.750 Meter befindliche Land liegt in Zentralasien und hat eine Landesfläche von ca. 200.000 km², welche zum größten Teil einen grandiosen Gebirgs- und Hochgebirgscharakter aufweist. Es grenzt im Norden an Kasachstan, im Südosten an China, im Süden an Tadschikistan und im Westen an Usbekistan.

Es gibt sieben Gebiete - Tschui, Naryn, Yssyk-Köl, Talas, Osch, Dschalal-Abad und Batken. Die Hauptstadt ist Bischkek und befindet sich im Tschui Gebiet. Im Land gibt es drei Flughäfen, welche sich in Bischkek, Osch und im Issyk-Kul Gebiet in Tamchi befinden. Die Infrastruktur hat sich in den letzten Jahren, besonders in Touristenregionen, enorm verbessert. So wurden die Verbindungsstraßen von Bischkek nach Tscholpon-Ata, von Bischkek nach Osch und von Bischkek nach Talas komplett saniert.

Für viele Kirgisen ist die Personenbeförderung eine der Haupteinnahmequellen und so gibt es Verbindungsmöglichkeiten zwischen allen größeren Ortschaften in Form von „Marchrutka“-Transportern. Unsere Gäste sind aber mit firmeneigenen Minibussen unterwegs.

 

Wirtschaft

Ein wichtiger Wirtschaftszweig der Kirgisen ist der Bergbausektor. So erwirtschaftet die Goldmine „Kumtor“, welche von ausländischen Investoren geführt wird, den Hauptanteil des Bruttoinlandsproduktes. Des Weiteren hängt viel von den Überweisungen der Gastarbeiter in Russland, Kasachstan, in einzelnen europäischen Ländern und in den USA ab. In den ländlichen Regionen ist die Landwirtschaft und Viehzucht für viele Familien die Haupteinnahmequelle und in den Städten An- und Verkauf. Dazu kommt der immer weiter aufkommende Tourismus rund um den Issyk-Kul See.

Flora und Fauna

Die Natur des Landes ist einmalig und die Berglandschaft, welche 70% des Landes ausmacht, ist atemberaubend. Die Tienschan-Berge im Südosten mit ihrem höchsten Berg, dem Pik-Lenin (7.134 m), sind typisch für ihre raschen Wechsel zwischen Hochgebirge und Bergtalkesseln. Es wurden mehr als 6.600 Gletscher gezählt (der größte ist der Engiltschek mit einer Länge von 59 km), wodurch sich auch der Wasserreichtum des Landes widerspiegelt. Dieser zeigt sich in zahlreichen Flüssen, reißenden Gebirgsbächen und wunderschönen Seen. Im Nordosten des Landes, auf 1.608 m über dem Meeresspiegel, befindet sich der mit einer Fläche von 6.236 km² zweitgrößte Salzsee der Erde – der Issyk-Kul. In Kirgistan leben zudem viele unter Naturschutz stehende Tiere, wie der Rote Wolf, der tienschaner Bär oder auch der Schneeleopard. In den Tienschan-Wäldern, welche aus Wacholder, Lärchen-, Fichten und Walnusswäldern bestehen und insgesamt 4.000 Arten von Gefäßgewächsen aufweisen, leben auch noch Wildschweine, Luchse und Wölfe. Besonders hervorzuheben sind die ca. 25.000 Hektar großen Walnussbestände unter anderem im Tschatkal-Gebirge, welche zu den Naturwundern der Erde gehören.

Politik.

Kirgistan ist seit 1991 unabhängig. Am 10. Januar 2021 wurde der neue Präsident Sadyr Dshaparov mit 79% aller Stimmen gewählt. Er löst das derzeitige parlamentarische System in Kirgistan auf und will eine präsidiale Regierung etablieren.
Die Bevölkerung setzt wieder hohe Hoffnung in den neuen Präsidenten, welcher wie sein Vorgänger gegen Korruption und Armut kämpfen will.


Unter dem Strich- was ist Politik in Kirgistan? Das ist, wenn eine Person durch lebende und vielleicht auch nicht lebende Menschen des Landes gewählt wird. Der gewählte neue Präsident fängt sofort an, gegen Korruption und Armut zu kämpfen, indem er alle Mitarbeiter der Regierung bzw. die Verwandten und Freunde des alten Präsidenten, welche schon vom "Fressen und Saugen" kaum laufen und sehen können, hinter Gitter schickt. Dabei beschlagnahmt er milliardenhohe Summen in Dollar, die aus den staatlichen Kassen irgendwie verschwunden waren. Alles öffentlich- die einfache Bevölkerung freut sich:) Jedoch wandern diese Gelder und nachfolgende Gelder direkt wieder in die Taschen der Verwandten, Bekannten und Freunde des neuen Präsidenten.
Und die Bevölkerung? - Sie wartet unermüdlich auf die Verbesserung der Bildungs- und Gesundheitssysteme, auf bessere Löhne und Renten sowie auf ein Gesetz, welches diese Verbesserungen herbeibringen soll!

Daher abwarten und überraschen lassen!

Bevölkerung

Über 80 verschiedene Ethnien leben in Kirgistan, die zusammen 6,3 Millionen Einwohner bilden. Davon sind 73 % Kirgisen, die von Türkvölkern abstammen. Die restliche Anzahl sind Usbeken, Russen, Dunganen, Uiguren, Ukrainer, Tadschiken, Tataren und Kasachen. Auf den Dörfern leben auch vereinzelt Deutsche als Minderheit (etwa 20.000). Seit 2001 gilt Kirgistan offiziell als zweisprachig, wobei Russisch seinen Status als Amtssprache nach der Unabhängigkeit zwischenzeitlich verlor. Dennoch spielt die russische Sprache eine besondere Rolle in der Wirtschaft, Verwaltung und in der Kultur und sie dient als Kommunikationssprache der verschiedenen Ethnien. Seit Jahrzehnten leben diese Nationalitäten in Frieden miteinander.

Einen zentralen Platz in unserer Kultur nehmen Jurte und Pferdezucht ein. Wir sind Selbstversorger und betreiben hauptsächlich Viehzucht und Landwirtschaft. Trotzdem steht die Bildung an erster Stelle in unserer Gesellschaft. Den Familien ist sehr wichtig, dass die Kinder eine gute Ausbildung bekommen, weshalb meistens ein universitärer Abschluss angestrebt wird. Jedoch können die meisten jungen Leute ihre Ausbildung nicht ausüben, da es im Land kaum Arbeit gibt. Daher wandern sie nach und nach ins Ausland aus.

Religion

Kirgisen sind von der Geschichte her muslimisch, aber durch die lange Zugehörigkeit zur Sowjetunion sind die größten Teile der Bevölkerung Atheisten. Jedoch genießen die einzelnen Ethnien die Religionsfreiheit im Land und pflegen ihren Glauben.